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Air Bike: für wen es sich lohnt und welches Modell zu dir passt

Kein Gerät bringt dich in zehn Minuten so zuverlässig an die Grenze. Und keines ist so unbeliebt bei Nachbarn. Hier steht, wann sich der Kauf rechnet und wann nicht.

Kurz gesagt

Ein Air Bike lohnt sich, wenn du in wenig Zeit hart trainieren willst: Der Widerstand kommt aus dem Ventilator und steigt mit deinem Tempo, Arme und Beine arbeiten gleichzeitig. Für leises Grundlagentraining in der Mietwohnung ist es die falsche Wahl. Bei Fitness-Flohmarkt beginnen Air Bikes bei CHF 590.-.

Funktionsprinzip

Wie funktioniert ein Air Bike?

Ein Air Bike ist ein Ergometer, bei dem der Widerstand nicht über eine Bremse, sondern über ein Windrad entsteht. Du trittst in die Pedale und schiebst und ziehst gleichzeitig an zwei beweglichen Griffen, beides treibt denselben Ventilator an. Je schneller und kräftiger du arbeitest, desto mehr Luft muss das Rad bewegen und desto härter wird der Tritt. Einen Widerstandsregler gibt es nicht und braucht es nicht: Das Gerät passt sich in jedem Moment deiner Leistung an. Genau darum steht es in fast jeder Functional-Training-Halle und genau darum hasst es jeder nach dreissig Sekunden. Wenn du dir noch unsicher bist, welche Geräteklasse überhaupt zu deinem Raum passt, hilft dir die Übersicht aller Kaufberater beim Sortieren.

Aus dem Prinzip folgen drei praktische Eigenschaften. Erstens brauchst du keinen Stromanschluss, weil die Energie aus deinen Beinen kommt und die Konsole über Batterie läuft. Zweitens gibt es kaum Verschleissteile, denn es reibt nichts. Drittens ist die Bewegung gelenkschonend, weil kein Aufprall entsteht. In der Kategorie Bikes und Ergometer stehen die Air Bikes deshalb neben klassischen Ergometern mit Magnetbremse, die genau umgekehrt funktionieren: dort stellst du die Stufe ein, hier bestimmt dein Tempo alles.

Kaufentscheid

Für wen lohnt sich ein Air Bike und für wen nicht?

Ein Air Bike lohnt sich für alle, die wenig Zeit und hohe Intensität kombinieren wollen: Intervalle über zehn bis zwanzig Minuten, Aufwärmen vor dem Krafttraining, Konditionsaufbau für Hybrid-Wettkämpfe. Es lohnt sich auch dort, wo mehrere Personen unterschiedlicher Leistungsklassen dasselbe Gerät nutzen, also im Verein, im Studio und in der Physiopraxis, weil sich niemand auf eine Stufe einigen muss. Nicht lohnen tut es sich, wenn du ruhige, lange Grundlageneinheiten fahren willst, wenn du in einer hellhörigen Wohnung trainierst oder wenn du gerne Filme schaust dabei. Ein Air Bike ist laut, es zwingt dich zu einer aufrechten, arbeitenden Haltung und es belohnt kurze harte Einheiten, nicht gemütliche.

Wer Ganzkörper-Ausdauer sucht, aber leiser und im Sitzen arbeiten will, fährt mit dem AirRower für CHF 645.- besser, muss dafür aber 238 cm Länge einplanen. Wer den Oberkörper stärker fordern will und wenig Stellfläche hat, schaut sich den SkiErgometer an, der bei 130 x 60 cm Grundfläche allerdings 215 cm hoch baut. Alle drei Geräte findest du auch in der Conditioning-Kategorie, weil sie im funktionellen Training dieselbe Rolle spielen.

Begriffe

Air Bike, Assault Bike, Rogue: was bedeuten die Namen?

Air Bike ist die Gattungsbezeichnung, Assault Fitness und Rogue sind Marken innerhalb dieser Gattung. Weil die Assault-Modelle über Jahre in sehr vielen Studios standen, hat sich der Markenname im Alltag als Synonym eingebürgert: Wer „Assault Airbike“ sucht, meint meistens die Bauart und nicht zwingend den Hersteller. Dasselbe gilt für „Rogue Air Bike“, ein US-Modell, das in Foren oft auftaucht und das wir nicht führen. Für deine Entscheidung ist der Name zweitrangig. Entscheidend sind vier Dinge: Rahmenstabilität, Sitzkomfort, Konsole und Belastbarkeit. Der Rest ist bei allen Luftwiderstandsrädern gleich.

Bei Fitness-Flohmarkt bedeutet das konkret drei Geräte in drei Preisklassen. Das Airbike mit Luftwiderstand für CHF 590.- ist die Eigenmarke und deckt das Prinzip zum kleinsten Preis ab. Das Assault Classic Bike für CHF 995.- ist die Studio-Referenz mit 44 kg Eigengewicht und 155 kg Belastbarkeit. Darüber steht das Elite-Modell mit verstärktem Rahmen. Alle drei arbeiten mit Kettenantrieb, LCD-Konsole und Transportrollen.

Modelle

Welches Air Bike passt zu dir?

Die Wahl hängt weniger am Trainingseffekt als an Nutzungsdauer und Nutzerzahl. Der Widerstand funktioniert bei allen drei Modellen identisch, der Unterschied liegt in Rahmen, Sitz und Konsole. Trainierst du allein und zwei- bis dreimal pro Woche kurze Intervalle, reicht das Einstiegsmodell. Steht das Gerät im Verein oder in einer Praxis und läuft täglich mit wechselnden Nutzern, zahlt sich das schwerere Assault-Chassis aus, weil es bei kräftigen Zügen ruhig stehen bleibt und die Lager auf Dauerbetrieb ausgelegt sind. Das Assault Elite Bike ergänzt dazu einen breiteren Sitz und eine Konsole mit Bluetooth, was für Herzfrequenztraining mit Brustgurt der praktische Unterschied ist.

Schwarzes Air Bike mit Luftwiderstand und LCD-Display
Einstieg

Airbike | Luftwiderstand

  • CHF 590.-
  • Artikelnummer F-54264
  • LCD-Display
  • Kettenantrieb
  • Sitz horizontal und vertikal verstellbar

Das günstigste Luftwiderstandsrad im Sortiment, in schwarzer Stahlausführung mit gummierten Standfüssen und Transportrollen. Netzunabhängig, also auch in Garage oder Keller ohne Steckdose einsetzbar. Masse und Belastungsgrenze sind auf der Produktseite nicht ausgewiesen.

Ideal für: Home-Gym, ein bis zwei Nutzer, kurze Intervalle mehrmals pro Woche.

Zum Airbike
Assault Classic Bike Airbike aus schwarzem Stahl mit Ventilatorrad
Studio-Standard

Assault Classic Bike | Airbike

  • CHF 995.-
  • 130 x 60 x 127 cm
  • 44 kg
  • max. 155 kg
  • 8 Programme

Schwerlast-Stahlrohrrahmen mit kratzfester Beschichtung, hochwertiges Kettenantriebssystem und eine LCD-Konsole, die Zeit, Strecke, Geschwindigkeit, Watt, Umdrehungen, Kalorien und Puls anzeigt. Stromversorgung über Batterie, gepolsterter Sitz in beide Richtungen verstellbar.

Ideal für: ambitionierte Hybrid- und Wettkampfsportler, Vereinsräume, kleine Studios.

Zum Classic Bike
Assault Elite Bike Airbike in Grau mit Bluetooth LCD Konsole
Dauerbetrieb

Assault Elite Bike | Airbike

  • CHF 1’445.-
  • 122 x 67 x 143 cm
  • 57 kg
  • max. 160 kg
  • LCD mit Bluetooth

Nochmals verstärkter Rahmen, 13 kg mehr Eigengewicht als das Classic und dadurch spürbar ruhiger im harten Sprint. Anatomisch geformter, schweissresistenter Sattel, horizontal und vertikal verstellbar, dazu 8 Programme und Trainingsprofile.

Ideal für: kommerzielle Nutzung, Physiopraxen, Vielnutzer mit hohem Körpergewicht.

Zum Elite Bike
ModellPreisMasse (L x B x H)EigengewichtMax. BelastungKonsole
Airbike | LuftwiderstandCHF 590.-nicht ausgewiesennicht ausgewiesennicht ausgewiesenLCD
Assault Classic BikeCHF 995.-130 x 60 x 127 cm44 kg155 kgLCD, 8 Programme
Assault Elite BikeCHF 1’445.-122 x 67 x 143 cm57 kg160 kgLCD mit Bluetooth, 8 Programme

Beim Einstiegsmodell fehlen die Masse und die Belastungsgrenze auf der Produktseite. Wenn du knapp mit dem Platz bist oder über 100 kg wiegst, frag die Werte vor der Bestellung kurz an, statt zu schätzen.

Aufstellung

Wie viel Platz braucht ein Air Bike, und wie laut ist es?

Ein Air Bike braucht weniger Fläche als die meisten erwarten und mehr Rücksicht als die meisten einplanen. Das Assault Classic steht auf 130 x 60 cm, das Elite auf 122 x 67 cm. Dazu kommt der Raum, den du selbst brauchst: rund 40 cm hinter dem Sitz zum Auf- und Absteigen und etwas Luft nach vorne für die Griffe. Aus 130 cm Gerätelänge plus 40 cm Zustieg ergeben sich also knapp 1,70 m Länge, komfortabel sind rund 2,00 m, und in der Breite reichen 1,20 m. Die Deckenhöhe ist unkritisch, weil du im Sitzen arbeitest und das höchste Modell 143 cm misst. Das ist der Unterschied zu einem Ski-Ergometer, der mit 215 cm Bauhöhe in vielen Kellern ansteht.

Beim Geräusch gibt es nichts schönzureden. Der Widerstand entsteht aus bewegter Luft, und bewegte Luft macht Lärm, der mit deinem Tempo wächst. Vibrationen und Trittgeräusche dämpfst du mit einer Gummiunterlage unter dem Gerät, welche Dicke sinnvoll ist, steht im Boden-Kaufberater. Das Ventilatorgeräusch selbst bleibt. In einer Wohnung mit dünnen Wänden oder Nachbarn unter dir ist ein Ergometer mit Magnetbremse aus der Ausdauer- und Cardio-Kategorie die ehrlichere Wahl, auch wenn es im Training weniger fordert.

Gebrauchtkauf

Lohnt sich ein Air Bike als Occasion?

Ein Air Bike als Occasion ist attraktiv, aber schwer zu bekommen. Die Geräte laufen in Studios über Jahre im Dauerbetrieb, entsprechend selten kommen gut erhaltene Exemplare zurück in den Handel, und wenn, sind sie schnell weg. Dazu kommt: Ein Luftwiderstandsrad hat kaum Verschleissteile, aber Kette, Lager und Pedalgewinde sind die Stellen, an denen sich harte Jahre zeigen. Prüfe deshalb bei jedem gebrauchten Gerät, ob die Kurbeln spielfrei sind, ob die Griffarme ohne Knacken laufen und ob die Konsole reagiert. Bei uns findest du regelmässig gebrauchte Ergometer und Indoor-Bikes, gebrauchte Air Bikes dagegen nur sporadisch.

Praktisch heisst das: Wer nicht warten will, fährt mit dem Neugerät zum Einstiegspreis meist besser als mit einem älteren Studiogerät zum halben Neupreis. Wer Zeit hat, schaut regelmässig in die Bike- und Ergometer-Übersicht, in der neue und gebrauchte Geräte gemeinsam gelistet sind. Occasionen sind dort als solche gekennzeichnet und werden vor dem Verkauf geprüft.

Empfehlung

Für wen sich was lohnt

Home-Gym, knappes Budget

Du willst zweimal pro Woche zehn Minuten Intervalle und sonst Kraft trainieren. Nimm das Einstiegsmodell für CHF 590.-. Es kann dasselbe Prinzip, nur mit weniger Ausstattung.

Hybrid- und Wettkampfsport

Du fährst regelmässig harte Intervalle und willst Wattwerte vergleichen können. Das Classic Bike mit 44 kg Rahmen steht auch im Sprint ruhig und ist die Referenz vieler Boxen.

Studio, Verein, Physiopraxis

Täglicher Betrieb, wechselnde Nutzer, hohe Körpergewichte. Das Elite mit 160 kg Belastbarkeit ist dafür gebaut, inklusive Bluetooth-Konsole für Herzfrequenzgurte.

Mietwohnung mit Nachbarn

Kein Air Bike. Ein Ergometer mit Magnetbremse aus der Bikes- und Ergometer-Auswahl bringt dich leiser ans Ziel, auch wenn der Reiz geringer ausfällt.

Häufige Fragen

Was Kundinnen und Kunden vor dem Kauf fragen

Wie funktioniert der Widerstand beim Air Bike?

Über ein Windrad. Je schneller und kräftiger du trittst und ziehst, desto mehr Luft muss der Ventilator bewegen und desto härter wird es. Du stellst nichts ein, der Widerstand folgt deiner Leistung. Das macht das Gerät für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermassen brauchbar, weil beide am selben Bike an ihre Grenze kommen.

Wie viel Platz braucht ein Air Bike?

Das Assault Classic Bike misst 130 x 60 x 127 cm, das Elite 122 x 67 x 143 cm. Dazu brauchst du hinter dem Sitz rund 40 cm zum Auf- und Absteigen. Rechne also mit knapp 2,00 m Länge und gut 1,20 m Breite freier Fläche. Die Deckenhöhe ist beim Air Bike unkritisch.

Ist ein Air Bike laut?

Ja, deutlich hörbar. Der Widerstand entsteht durch bewegte Luft, und Luft macht Geräusch. Je härter du fährst, desto lauter wird der Ventilator. Ein Air Bike ist deshalb kein Gerät für eine hellhörige Wohnung. Trittgeräusche und Vibrationen dämpfst du mit einer Gummimatte darunter, das Ventilatorgeräusch bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen Air Bike und Assault Bike?

Air Bike ist die Gattung, Assault Fitness eine Marke innerhalb dieser Gattung. Weil die Assault-Modelle in vielen Studios stehen, wird der Markenname oft als Synonym benutzt. Technisch ist das Prinzip immer dasselbe: Ventilator statt Bremse, Arme und Beine gleichzeitig, kein Stromanschluss nötig.

Gibt es Air Bikes als Occasion?

Selten. Air Bikes laufen in Studios hart und lange, entsprechend wenige kommen in gutem Zustand zurück in den Handel. In der Bike- und Ergometer-Kategorie findest du regelmässig gebrauchte Ergometer, gebrauchte Air Bikes dagegen nur sporadisch. Wer eines sucht, prüft die Kategorie in Abständen oder greift zum Neugerät.

Braucht ein Air Bike Strom?

Nein. Der Widerstand kommt aus deiner eigenen Leistung, die Konsole läuft über Batterie. Du kannst das Bike also in die Garage, in den Keller oder unter ein Vordach stellen, ohne eine Steckdose in der Nähe zu brauchen. Transportrollen zum Umstellen sind bei allen drei Modellen dabei.

Air Bike oder Rudergerät: was passt besser?

Beides sind Ganzkörpergeräte mit Luftwiderstand. Das Air Bike ist kompakter, technisch anspruchslos und sofort hart. Der AirRower verlangt etwas Technik, braucht mit 238 cm Länge deutlich mehr Platz und fordert die Zugmuskulatur stärker. Wer maximale Intensität ohne Lernkurve will, nimmt das Bike.

Bereit für zehn ehrliche Minuten?

Vergleiche die drei Air Bikes und die übrigen Ergometer direkt nebeneinander, mit allen aktuellen Preisen und Lagerangaben.

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Über den Autor

Dominic Bertschin ist Head of Marketing bei Fitness-Flohmarkt in Liestal. Er liest täglich, was Kundinnen und Kunden fragen und nach dem Kauf zurückmelden, und schreibt die Ratgeber so, wie er sie selbst vor einer Bestellung gerne gelesen hätte.

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